XML-Validierung / Hohe Fehlertoleranz und die Folgen

Hohe Fehlertoleranz und die Folgen

Hohe Fehlertoleranz und die Folgen

➪ Wer schon einmal ein Programm geschrieben hat, weiß, welcher Aufwand damit verbunden sein kann, unsinnige Daten-Eingaben späterer Anwender abzufangen. Hinzu kommt ein umfangreiches Testing, das die reine Implementierungszeit schnell verdoppelt.

Bei jeder Implementierung spielt die Fehlertoleranz eine zentrale Rolle. Im Zusammenhang mit XML-Technologien meine ich weniger kritische Programmierfehler, die einen produktiven Server zum Absturz bringen können (obwohl das auch vorkommen kann und ein stressbehaftetes Thema ist: Fehlersuche, Reparatur, Neustart, Nachprozessieren). Ich schließe auch den laufzeitkritischen Parallelbetrieb mehrerer Programme oder sicherheitskritische Echtzeitprogramme aus.

Gehen Sie im Bereich der XML-Technologien vielmehr von jenen (damit wohl "unkritischen") Fehlern aus, bei denen das Programm (der Server) weiterläuft. Hier können Programmierfehler auftreten, die ihre Ursache in mangelhafter XML-Input-Datenqualität haben und einen gravierenden Informationsverlust nach sich ziehen.

Theoretisch müsste jeder potenzielle Fehler im Programm abgefangen werden. Aus Zeitmangel passiert das aber vielleicht nur oberflächlich und unzureichend. Aus demselben Grund unterbleiben auch hinreichende (Whitebox-)Tests des Entwicklers sowie eine aussagekräftige Dokumentation.

Zumindest die aufwendige Prüfung der Datenstruktur (Elemente, Attribute, Entitäten, Namespaces) sowie deren Datentypen, also die Prüfung der Datenqualität des , auf denen die Folgeprogrammierung aufbaut, kann durch eine vorhergehende XML-Schema-Validierung erfolgen. Die XML-Schema-Validierung bietet jedoch keinen umfassenden vor logischen Fehlern in der Folgeprogrammierung. Das erfordert entsprechende Tests.

Das kann zu folgender Situation führen:

Auch routinierte Programmierer sind nicht davor gefeit, die Verantwortung für einen Informationsverlust auf den "User" zu schieben, der sich dieser Problematik nur selten bewusst sein kann, weil das weder sein Job noch sein Metier ist. Je nach Sachlage schieben auch gesetzliche Regelungen dem User die volle Verantwortung zu. Dem Anwender bleibt nur, der Software vertrauen zu müssen; wenn diese nicht korrekt arbeitet, bleibt er auf dem Schaden sitzen.

Die XML-Technologien um XML-Schema, XPath, XSLT, XQuery, Schematron, XSpec bieten alle Voraussetzungen, um präzise, effizient und kostengünstig zu arbeiten. Genutzt werden die Möglichkeiten nicht immer, denn handwerkliche Qualitätsarbeit kostet Geld: Summen, von denen irgendjemand meint, sie einsparen zu müssen.

Dass die Folgekosten überproportional höher sein können, wird oft zu spät erkannt. Jeder Fehler, der gemacht werden kann, wird daher auch gemacht.

wg / 5. April 2018



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