Diverses / Maintenance
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➪ Wann immer Geschäftsmodelle neu konfiguriert oder technologische Neuerungen eingeführt werden, wechseln die fachlichen Anforderungen der Botschaften. Daher sind (eilige) Aktualisierungen ein Dauerzustand. Die Änderungen können sowohl vom Datenempfänger als auch vom Datenlieferanten ausgehen.
Auf dieser Seite:
Die Notwendigkeit zu einem hohen Maintenancebedarf der Konvertierungsstrecken liegt darin, dass ein "change" in der Struktur des Datenlieferanten auf der einen Seite nicht einen grundlegenden Wechsel auch auf Empfängerseite erzwingt - und umgekehrt.
Ein häufiger Wechsel fachlicher Anforderungen bringt es mit sich, dass die Validierungs- und Konvertierungsprogramme zeitnah, schnell und kostengünstig geändert werden können. Zahlreiche Interfaces sind jedoch wenig wartungsfreundlich programmiert.
Von zentraler Bedeutung für eine Änderung der Geschäftsmodelle oder der Einführung technischer Neuerungen ist daher die Wartungsfreundlichkeit der Programmierschnittstellen.
ISO/IEC 9126 definiert Softwarequalität als die Eignung, die Aufgaben zu erfüllen, für die sie erstellt wurde, und legt Kriterien für die Messung von Softwarequalität fest:
Effizienz | Die Aufgaben sollen angemessen schnell und mit möglichst wenig Verbrauch von Rechenzeit und Speicherplatz durchgeführt werden. |
Funktionalität | Die Anwendung muss technisch die Aufgaben angemessen und richtig erledigen. |
Pflegbarkeit | Die Anwendung muss gut dokumentiert und im Ablauf leicht nachvollziehbar sein und muss sich problemlos ändern lassen. |
Portierbarkeit | Es soll möglich sein, das System an andere Gegebenheiten anzupassen und es gegebenenfalls auch zu ersetzen. |
Verwendbarkeit | Das System soll leicht verständlich und erlernbar sein. |
Zuverlässigkeit | Es sollen keine technischen Fehler auftreten, Benutzungsfehler sollen toleriert werden und leicht korrigierbar sein. |
All das stellt sehr hohe Anforderungen an die Flexibilität der Konvertierungslogik, die zudem (natürlich!) auch noch "billig" zu haben sein soll. In diesem Umfeld haben sich XML-Technologien außerordentlich bewährt.
Es kommt viel darauf an, dass die Anpassungen zeitnah und schnell erfolgen können. Nicht nur, um den reibungslosen Ablauf betrieblicher Prozesse sicherzustellen, bei denen es im Ernstfall um viel Geld, sogar um Menschenleben gehen kann. Sondern auch, um den Kostenaufwand der Anpassungen im Rahmen zu halten.
Genau hier gibt es in vielen Firmen resp. Institutionen ein Problem. Zahlreiche Interfaces sind wenig wartungsfreundlich programmiert. Der spätere Maintenance-Aufwand ist umso höher, was bei einigen Tausend parallel zu betreuenden Interfaces schwer zu Buche schlagen kann.
In der häufigen Änderung fachlicher Anforderungen liegt die Hauptarbeit für die Entwickler von Schnittstellen, die oft auch die Betreuung jener Interfaces übernehmen. Die Neuentwicklung der Applikationen nimmt im Vergleich hierzu nur relativ kurze Zeit in Anspruch. Deutlich zeit- und damit kostenintensiver sind die Änderungen.
Bereits in den 90er Jahren wurden die durchschnittlichen Kosten für Wartungsaufwand auf 80 bis 90 Prozent des Software-Lebenszyklus (für Software allgemein) geschätzt. Grob geschätzt, ist das das Fünf- bis Zehnfache der Implementierungskosten.
wg / 2. Mai 2021
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